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Rost & Co. (Februar 10)

Unter dem Motto "Rost & Co." haben wir uns zu einer Gemeinschafts-ausstellung zusammen getan: der Maler Dieter Götze (links) und ich - hier bei der Vernissage zusammen mit Dr. Reinhold Hülsewiesche (rechts), der in die Ausstellung einführte. Und zwar (stark gekürzt) wie folgt:
"Gelegentlich wird von manchen Feuilletonisten schon despektierlich von Rostromantik gesprochen. Und jetzt stehen wir in einer Ausstellung mit dem Titel "Rost und Co". Was kann man in einer so betitelten Ausstellung erwarten? Was man halt üblicher Weise mit Rost assoziiert: Verfall und Zerfall, Entfunktionalisierung, Niedergang, Verschwinden. Aber auch: Ruhe und Kraft, die die dargestellten Objekte (noch immer) ausstrahlen und eine Schönheit, die durch die Farbigkeit entsteht, die gerade durch den Verfall erzeugt wird - durch Rost, Schimmel und Grünspan. Hier zeigen sich die ehemals kleinen Funktionsträger der untergegangenen Großindustrie als ästhetische Gegenstände. BERND ELLERBROCK und DIETER GÖTZE sind beide davon fasziniert, was alte, alternde Gegenstände ausstrahlen; seien es Maschinen oder Teile von ihnen, seien es ganze dem Verfall überlassene Fabrik- oder Hafenanlagen. Sie zeigen in ihren hier ausgestellten Arbeiten, dass und wie zwei Genres der Kunst: die (Industrie)-Fotografie und die (Industrie)-Malerei, in frappierender Wechselwirkung ihren Objektbereich gestalten und zu spannenden, sich gegenseitig erläuternden Ergebnissen kommen. Diese Arbeiten beider Künstler, so unterstelle ich einmal, sind dazu gedacht, zu zeigen, wie die Leitfossilien einer ehemals dreckigen Arbeitswelt einen Kunstwert erhalten und so in der ihnen eigenen verfallenden Schönheit die Verbindung von Herkunft und Zukunft im menschlichen Leben auf zu rufen."

Und hier ein Blick in das Gästebuch: "Idee und Darstellung wunderbar" - "Eine inspirierende Ausstellung" - "Eine stimmungsvolle, wunderbar zusammen passende Ausstellung" - "Tolle Kombination, schöne Bilder, sympathische Künstler" - "Ich roste, also bin ich" - "Die Fotos haben eine dichte Atmosphäre" - "Kunst never sleeps"