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Klein, aber fein: Küchengartenpavillon (Juni 10)

Was hat ein Küchengartenpavillon auf einem Friedhof zu suchen?
Eigentlich nichts. Der Pavillon stand ursprünglich auch woanders (ca. 2 km entfernt) - und zwar da, wie es der Name vermuten lässt: nämlich in einem Küchengarten. Der Garten wurde ab 1652 für die hannoverschen Welfen (einst Herzöge, dann Kurfürsten und Könige Hannovers) zwischen heutiger Fössestraße und Davenstedter Straße im Dorf Linden vor den Toren Hannovers angelegt und in den 1740er Jahren aufwändig umgestaltet. Der Pavillon ersetzte dann 1749 als eine Art steinerne Gartenlaube die hölzernen Pavillons und Lauben aus der Anfangszeit des Gartens. Nach dem Untergang der Welfen 1866 wurde der Küchengarten aufgelöst, das Gebäude stand der Industrialisierung Lindens im Wege, wurde aber von einer Initiative gerettet, 1911 an der heutigen Fössestraße abgebaut und ab 1913 auf dem Lindener Berg wieder aufgebaut. Das denkmalgeschützte städtische Gebäude ist heute eines der wichtigsten Barockgebäude Hannovers. Seit 2002 nutzt es der gemeinnützige Verein Quartier für kulturelle Zwecke - so auch für regelmäßige Kunstausstellungen. Zur Zeit läuft hier: "Rost & Co.". Und um alles kümmert sich rührig: Jonny Peter.

küchengartenpavillon.de