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Buddelschiff Ahoi! (April 14)

Wie kommt das Schiff in die Flasche? Das ist die wohl meist gestellte Frage, die Buddelschiffbauer immer wieder beantworten müssen. Zum Beispiel Jürgen Kubatz (oben links): er betreibt eine Buddelschiff-Werkstatt, wo BesucherInnen ihm über die Schulter schauen können sowie ein kleines Museum im Seebad Boltenhagen an der Ostseeküste. Oder Albertus Looden (unten links), einer der ganz Großen in der ziemlich überalterten und aussterbenden Zunft von Buddelschiffbauern. Hunderte von Stunden benötigt er für Auftragsarbeiten von Schiffseignern und Museen, bis er seine Buddeln verschließen kann. Spezialisiert hat sich der pensionierte Kapitän auf Modellschiffe in eigens für ihn mundgeblasenen bauchigen Glaskörpern, die dann mit Glühlampen und Schirm zu Lampen weiter verarbeitet werden. Kostbare, filigrane Meisterwerke! Und dann gibt es noch die 36jährige Michaela Richter, die in Hamburg das Traditionshandwerk in ihrer "Buddelschiffwerft" fortsetzt und z. B. die "Alexander von Humboldt" mit den grünen Segeln in einer Becks-Bier-Flasche produziert - ziemlich angesagt und kultig. Oder Andy Möbius aus Emden, der in den Ferien Buddelschiff-Baukurse auf Borkum anbietet. Es gibt Museen und Sammlungen zum Staunen und Bewundern. All das habe ich zusammen getragen aus einem banalen Grunde: als Außenwette von "Wetten dass..." hat am 5. April ein Kapitän aus Emden mit seinem bulligen Schlepper ein Schiff in den Buddel hineinbugsiert. Und die Wette gewonnen!

Hier geht's zur Galerie auf 8komma0:
Welt der Buddelschiffe