Hannover: Conti

Conti-Industriebrache

Das 1998 von der Conti aufgegebene Werksgelände in Linden-Limmer (Hannover) war jahrelang Dorado für Profi - wie Amateurfotografen. Die "Ästhetik des Verfalls" reizte auch mich. Gleich mehrere Dutzend Male innerhalb von zwei Jahren habe ich das Areal besucht und in nasskalten Kellern, im ehemaligen Rußturm, in düsteren Aufzugsschächten, schummerigen Fett- und Maschinensälen, Waschkauen und Büroräumen bei unterschiedlichsten Lichtverhältnissen immer und immer wieder fotografiert. Herausgekommen ist eine Sammlung von Detail-, Innen- wie Außenaufnahmen, die allesamt eins gemeinsam haben: sie zeigen, wie viel Farbe - gerade bedingt durch den jahrelangen Verfall - in den tristen Gemäuern noch steckte. Grünspan, Rost, abblätternde Farben, Schimmel, Ölschmiere - das sind die Farben der Conti: "Colori di Conti". Dazu die „Neue Presse“ (Hannover): „Dem vor zehn Jahren aufgegebenen Conti-Werk in Limmer mit ästhetischen Dokumenten seines Verfalls hat Bernd Ellerbrock ein Denkmal gesetzt“. Und das online-Magazin „langeleine“ schreibt: „Die Bilder bestechen durch Detailaufnahmen wie durch vollkommen klassische Ansichten.“ Und die HAZ: "Die Spuren des Verfalls, eingefangen in ungewöhnlichen Perspektiven, tragen fast poetische Züge." Inzwischen ist das Gelände fast komplett geräumt - dort entsteht die "Wasserstadt".

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